Pflanzenheilkunde oder auch Phytotherapie ist eine der ältesten Therapien überhaupt und wird insbesondere zur Prävention und Behandlung von bestimmten Krankheiten angewendet. Dabei werden Blumen, Pflanzen und besondere Teile von Pflanzen verwendet, die das gesamte Wohlbefinden des menschlichen Körpers steigern sollen.
Der Begriff „Phyto“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie „Pflanze“. In vielen Ländern, unter anderem auch in Deutschland ist die Pflanzenheilkunde staatlich anerkannt und wird seit 1978 offiziell in der Schulmedizin genutzt. Arzneimittel, die auf Pflanzen bzw. Blumenextrakten basieren, können auch ohne wissenschaftliche Belege verordnet werden. Trotzdem müssen sie entsprechend pharmazeutische Kriterien erfüllen.
Phytotherapie ist auf keinen Fall mit der Homöopathie zu verwechseln, leider werden beide Therapierichtungen immer noch gleichgesetzt. Zwar ist die Basis, bzw. der Ansatz beider Anwendungen miteinander verwandt, dennoch sind die Heilmethoden unterschiedlicher Natur. Phytotherapeutika sind häufig genauso wirkungsvoll wie Medikamente synthetischer Herkunft und darüber hinaus recht günstig. Pflanzliche Arzneimittel verbessern das körperliche Allgemeinbefinden. Die Pflanzen werden als Frischpflanzen, Drogen oder auch als Extrakte verwendet und zu bestimmten Tees, Tropfen, Salben oder Kapseln weiter verarbeitet.
Die Phytotherapie oder Pflanzenheilkunde erfreut sich in Deutschland immer größerer Beliebtheit. Begleitend zu herkömmlichen Therapien ist sie oft sehr wirksam. Auch in Haushalten ist die Pflanzenheilkunde, manchmal ohne es zu wissen, im Einsatz. Kamillen- oder Pfefferminztee gehört ebenso dazu, wie Hustensaft aus Thymian, Spitzwegerich oder Islamoos. Um unseren Geist fitzuhalten, sind Ginseng und Gingko sehr empfehlenswert. Pflanzliche Arzneimittel werden in der heutigen Zeit öfter verwendet, als man denkt. Überliefert von Großeltern oder Eltern tun sie oft Gutes und lindern Beschwerden ohne Einsatz chemischer Zusatzstoffe.


