„Eine sehr unangenehme Angewohnheit, die zu vielen
verschiedenen Erkrankungen führen kann."
Als Nikotinabhängigkeit bezeichnet man grundsätzlich das zwanghafte Bedürfnis nach Nikotin. Beim Nikotin handelt es sich eigentlich um einen Alkaloid, das bestimmte Wirkungen auf die Nerven und das Gehirn hat und zu Abhängigkeit führen kann.
Personen, die von der sogenannten Nikotinabhängigkeit betroffen werden, sind auf das Nikotin täglich angewiesen. Dabei unterscheidet man aber zwischen zwei Arten der Abhängigkeit. Hierbei handelt es sich um folgende Abhängigkeitsarten:
- psychische Nikotinabhängigkeit
- physische Nikotinabhängigkeit
Die Abhängigkeit von Nikotin wirkt sich bei allen Rauchern unterschiedlich aus. Während einige Raucher beim Entzug starke körperliche Entzugserscheinungen zeigen, haben andere nur mit milden oder nur psychischen Entzugserscheinungen zu kämpfen. Nikotin kann und wird in vielen verschiedenen Formen aufgenommen. Hierzu zählen beispielsweise folgende:
- Zigaretten
- Zigarren
- Pfeifen usw.
Bei allen Formen wird grundsätzlich der gleiche Stoff, uzw. Tabak entweder geraucht oder geschnupft konsumiert.
Laut Statistik gibt es in Deutschland ungefähr 17 Millionen Raucher. Die meisten der deutschen Raucher gehören zur der Altersgruppe der 20-25 Jährigen.
Tabakkonsum steigert die Risiken viele verschiedener Erkrankungen bzw. Krankheiten. Im Jahr 2005 sind alleine in Deutschland ungefähr 40.000 Menschen an Erkrankungen gestorben, die durch den Konsum von Tabak verursacht wurden.
Nikotin- oder Tabakabhängigkeit kann sehr viele verschiedene, sowohl körperliche als auch psychische Symptome haben. Die Wirkungen von Nikotin auf den Körper sind meist folgende:
- stimulierende und hemmende Wirkung
- entspannende Wirkung
- schnelleres Herzschlag
- erhöhter Blutdruck
- verminderte Durchblutung
- niedrigere Körpertemperatur
Sollte einem Raucher aber Nikotin entzogen werden, dann können Symptome wie beispielsweise Nervosität, Reizbarkeit, Aggressivität, Angst, Konzentrationsstörungen, Schlafstörungen, Hungergefühl und noch viele andere auftreten.
Die Ursachen für eine Nikotin- bzw. Tabakabhängigkeit sind relativ einfach. Nach dem Inhalieren des Rauches gelangt das Nikotin über die Lungen in den Kreislauf. Das Gehirn kann von der sogenannten Blut-Hirn-Schranke von vielen verschiedenen Stoffen geschützt sein, aber Nikotin gehört leider nicht zu diesen. Nikotin erreicht im Gehirn die für Reizwahrnehmung des Nervensystems verantwortlichen Rezeptoren für Acetylcholin. Da Nikotin diesem Botenstoff in seiner Struktur ähnlich ist, kann es sich an dessen Rezeptoren binden.
Es ist sehr wichtig, einer Tabakabhängigkeit bzw. Nikotinabhängigkeit vorzubeugen. Raucher setzen sich täglich vielen verschiedenen gesundheitlichen Risiken aus. Am besten wäre es, mit Rauchen nicht anzufangen, aber es ist immer eine gute Entscheidung, damit aufzuhören.
Der einfachste sowie grundsätzlich auch einzige Weg zum Vorbeugen einer Tabakabhängigkeit besteht also darin, mit Rauchen gar nicht erst anzufangen. Ältere Personen, Eltern und weitere Vertrauenspersonen sollten immer ein Vorbild sein und darauf achten, dass Kinder rechtzeitig über die gesundheitlichen Risiken des Rauchens informiert werden. Der wichtigste Punkt ist, Kindern immer klar zu machen, dass Rauchen keineswegs „COOL" oder erwachsen ist.
Hat man bereits mit Rauchen angfangen oder ist man vielleicht ein alter Raucher, so kann der Entzug schon schwer sein. Auch wenn es nicht leicht ist, mit Rauchen aufzuhören, sollte man es versuchen. Tipps für Personen die mit Rauchen aufhören möchten sind:
- Holen Sie sich profesionelle Hilfe wenn Sie es alleine nicht schaffen können.
- Reduzieren Sie die Nikotinmenge stufenweise.
- Gehen Sie Rauchern für eine Zeit aus dem Weg.
- Finden Sie andere Tätigkeiten, wenn Sie eine Zigarette haben möchten.
- Verwenden Sie Kaugummi oder weitere Mittel, die Ihre Gedanken vom Rauchen fernhalten.
Haben Sie sich entschieden, mit Rauchen aufzuhören, dann kann Ihnen das Internet mit sehr vielen verschiedenen Informationen behilflich sein. Um aber wirklich erfolgreich zu sein, sollten Sie sich auch die Hilfe bzw. Unterstütztung der Familie und eines Fachmannes holen.



Tabak- bzw. Nikotinabhängigkeit